Lichtenbroich - der Stadtteil mit Herz


Wirtschaftliches und umweltfreundliches Heizen mit Gas oder Öl

 Von Manfred Kirschey

In unserem Stadtteil werden sehr häufig Gasetagenheizungen für die Erzeugung von Warmwasser und Wärme genutzt. Die steigenden Energiepreise zwingen aber immer mehr Familien aus Kostengründen zu Sparmaßnahmen, auch in diesem Bereich. Leider werden hierbei Fehler gemacht, die genau das Gegenteil bewirken. Hier einige Tipps die helfen sollen die Gasetagenheizung optimal und sparsam zu nutzen.

Grundlegendes:
Heizungsanlagen, ob Gas oder Öl, müssen einmal im Jahr durch einen Fachinstallateur gewartet und ggf. neu eingestellt werden. Zusätzlich ist das Gerät durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger in regelmäßigen Abständen zu messen. Bei beiden Inspektionen werden rechtzeitig Unregelmäßigkeiten bei den Abgaswerten und dem Wirkungsgrad festgestellt und beseitigt.

Heizkörper:
Grundsätzlich sollten alle Heizkörper einer Anlage gleicher Art, und in ihrer Größe von einem Fachmann berechnet sein. Konvektoren vertragen sich zum Beispiel nicht mit Rippenheizkörpern. Der Standort eines Heizkörpers ist unter dem Fenster (von hier kommt die meiste Kälte) und nicht an einer Innenwand oder in irgendwelchen Nischen versteckt. Lange, bis zur Erde reichende, Vorhänge und Gardienen sehen hübsch aus. Hängen sie jedoch vor einem Heizkörper, halten sie ca. 20-30% der Wärme zurück. Es gibt Familien die aus diesem Grund die langen Vorhänge im Winter gegen kurze austauschen. Sogenannte Lamellenheizkörper (Konvektoren) müssen hin und wieder mittels einer langen Flaschenbürste und einem Staubsauger gereinigt werden. Staubflocken oder hereingefallenen Gegenstände hindern die aufsteigende Luft daran um den Wärmeträger zu streichen und die Raumluft zu erwärmen.

Steuern und Regeln
Hauptsteuer- und Regelelement einer Gasetagenheizung ist in der Regel ein zeitgesteuertes Raumthermostat. Die Tages- und Nachttemperaturen sollen nicht mehr als 4-6 Grad auseinander liegen. Heizt man z.B. am Tage bis zu 21 Grad, dann sollte die Nachttemperatur nicht unter 15 Grad liegen. Schaltet man nachts die Heizung ab, benötigt man am Morgen erheblich mehr Energie zum Aufheizen der Wände und Möbel als wenn die Heizung nachts auf "kleiner Flamme" geheizt hätte. Zu große Temperaturschwankungen würden außerdem Destillatfeuchte erzeugen und Schimmelbildung fördern. Grundsätzlich sind alle Räume zu heizen. Ein nicht geheizter Raum würde seine Kälte an die zu heizenden Räume abgeben und so zu einem vorzeitigen erneuten Aufheizvorgang führen. Es kostet nicht wesendlich mehr Energie wenn das aufgeheizte Heizungswasser durch 3 oder durch 5 Heizkörper fließt. Will man noch mehr sparen, sollte man prüfen ob nicht statt der 23 Grad die Höchstgrenze auf 22 Grad gestellt werden kann. Hier können 6 bis 7 % eingespart werden.

Lüften:
Frische Luft ist für das Wohlbefinden wichtig. Hierfür ist ein sinnvolles Lüften der Räume ausschlaggebend. Durch ein Fenster, dass den ganzen Tag auf "KIPP" steht entweicht zuviel Wärme und fördert die bereits schon erwähnte Destillatfeuchte und damit die Schimmelbildung. Kurzes und kräftiges "Stoßlüften" ist wirtschaftlich und effektiv. Dieses Lüften sollte maximal 5 Minuten dauern. Bei "Durchzug" ist der gewünschte Erfolg noch schneller erreicht.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Energieversorgern, den Verbraucherberatungsstellen und im Internet bei den staatlichen Einrichtungen und Ämtern.